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Unsere Philosophie

Wie Kinder, die hier leben, immer wieder zu Fremden gemacht werden ...

Trotz aller Bemühungen, unsere Kinder mit einem positiven Bezug zu ihren Wurzeln zu erziehen, verstanden beide während ihres Ausfwachsens, was Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft bedeutet: nämlich, dass ihr Sein (z.B. Hautfarbe, Haare oder auch Sprache) in einer Form bewertet wird, die den Kindern das Gefühl gibt, dass irgendetwas mit ihnen nicht ganz stimmt. So werden sie zu anderen gemacht, wenn sie nach Herkunft oder der "Kultur" der Heimat gefragt werden. Ich könnte hier viele Beispiele nennen, auch gut gemeinte wie "Ihre Tochter hat so süße Wuschelhaare, warum versteckt sie sie?" oder "Könntest du mal etwas aus deiner Heimat mitbringen, zum Beispiel eine Trommel?" Und noch später (an unseren Sohn gewandt: "Bist du auch Flüchtling?. Du sprichst aber schon gut Deutsch!" ....

Jene Ereignisse führten dazu, dass ich mir zunächst ein Projekt ausdachte, für welches ich von einer engagierten Puppenmacherin zehn Handpuppen fertigen ließ, stellvertretend für Kindergartenkinder in unserer Gesellschaft. Dieses Projekt, genannt die "Münchner Interkulturellen Handpuppen" entstand im Rahmen der Trägerkooperation ISBERA und beteiligte sowohl den Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. als auch das Referat für Bildung und Sport (RBS) in München.

Später schien mir der Begriff "interkulturell" für die Handpuppen nicht mehr zeitgemäß, außerdem wurde die ursprüngliche Idee nicht optimal umgesetzt - so kam es zu einer Überarbeitung des Konzeptes unter der Marke "kikula". In diesem Zusammenhang möchte ich auch den "Anti-Bias-Ansatz" erwähnen, der von Louise Derman Sparks geprägt wurde. Auch passend ist der Begriff der "Intersektionalität" (von englisch intersection - Kreuzung), da es in der Praxis durch verschiedene Diskriminierungsformen es tatsächlich zu Überschneidungen kommen kann.

Das Ziel von kikula ist es, diversitätsbewusste und rassismuskritische Bildung in Kindergarten und Grundschule durch passende Spielmaterialien sowie Geschichten zu vermitteln.

Dies geschieht durch den Verleih von den Handpuppen sowie durch passende Spielanleitungen für verschiedene Anlässe und Zielgruppen (Kinder, Eltern und Pädagogische Fachkräfte).



Empowerment durch vielfältige Vorbilder - Spaß beim Zusammenspiel

Unsere Puppen sprechen Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene an und sollen zum besseren Verständnis der Menschen untereinander beitragen. Dabei legen wir Wert darauf, auch Menschen of colour darzustellen und so z.B. schwarze Prinzessinnen als Mitspieler*innen zu haben, denn auch das Team vom Kasperle verändert sich!

Die gesellschaftlich erlebte Vielfalt spiegelt sich in den Figuren und ihren Geschichten wider. Zusehende Kinder und Erwachsene fühlen sich dadurch angesprochen, zum Mitspielen animiert und in ihrem alltäglichen Handeln gestärkt.

"The danger of a single story" ... Dieses Zitat von der Autorin Chimamanda Ngozi Adichie hat auch uns dazu inspiriert, nicht nur viele neue Figuren zu erfinden, sondern sie in unterschiedlichen Geschichten vielfältig handeln zu lassen.