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kikula ist die Abkürzung für Kinderkulturland

Dieses Projekt ist vor ca. 10 Jahren entstanden, als wir - zunächst im Rahmen der Trägerkooperation ISBERA - ein Konzept entwickelten, das die Vielfalt in Münchner Kindertagesstätten als Ressource sah. Da ISBERA ein Beratungsangebot für Geflüchtete mit Bleibeperspektive war, gab es bei unseren Puppenkindern auch Kinder mit Fluchtgeschichte. Die Initiatorin des Projektes fand damals nach langem Suchen eine Hobbykünstlerin und Puppenmacherin, die in der Lage war, Stoffpuppen nach ihren Ideen zu fertigen. Es entstand ein Set von 10 Handpuppen, die aussahen wie die Kinder in Münchner KiTas. Wir nannten die Puppen die „Münchner Interkulturellen Handpuppen.“ Dazu gab es ein Handbuch mit den Profilen der Kinder, Redemitteln in verschiedenen Sprachen und Spielvorschlägen. Nach dem Ende von ISBERA wurden die vier Puppensets, die damals aus ESF-Mitteln finanziert wurden, auf die verschiedenen Träger aufgeteilt. Die Puppensets sind noch immer in Umlauf, was für die Nachhaltigkeit der Idee spricht. Wir, ein Team von Pädagog*Innen und Künstler*Innen, gründeten das Projekt „Kinderkulturland“ - kurz kikula ®, das später das Subprojekt eines EU-Kulturprojektes mit dem Namen „An Open Europe?“ wurde. Wir präsentierten unser Projekt in Oslo und in Marseille. In diesem Rahmen wurden neue Handpuppen gefertigt, die europäische Kinder darstellen. Auch diese Puppenkinder, nennen wir sie "Puppen of colour", haben unterschiedliche Identitäten, was ihre Biographien zeigen.

In den letzten Jahren erweiterten wir unser Angebot. Zum einen nahmen wir globale, umwelt- und auch gesellschaftspolitische Themen mit auf, zum anderen fertigten wir Handpuppen, die Jugendliche, Paare oder Familien darstellten. Es entstand ein Gender-Projekt, das wir in Deutschkursen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) durchführten, um junge Frauen sowie Männer mit Fluchthintergrund kultursensibel auf unterschiedliche Rollen oder auch auf „Familienplanung“ vorzubereiten, auch nutzten wir die Puppen, um in Übungen an der Städtischen Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) Studierende auf interkulturelle Themen vorzubereiten. Ein typisches Angebot war hier die Übung „Vorurteilsbewusste Bildung am Beispiel von Afrika“.

Sowohl bei der Puppenherstellung als auch bei der Auswahl der Geschichten ist uns wichtig, dass wir stereotype Darstellungen sowie Alltagsrassismus ablehnen. Die Vielfalt der Familien- und Lebensformen wird positiv dargestellt, Mehrsprachigkeit ist eine Selbstverständlichkeit. Unsere Themen sind alltagsbezogen und „aus dem Leben gegriffen ...“

In Einführungsworkshops vermitteln wir die Grundlagen für kultursensibles Handpuppenspiel - abhängig von der jeweiligen Zielgruppe - und geben Spieltipps für die Praxis.